Wallfahrt 2026 – „Meine Freude in Euch“

Etwa 120 von ihnen waren zusammengekommen.“ (Apg 1,15) Wir waren 115 Pilgerinnen und Pilger, die sich am Fest Christi Himmelfahrt, 14. Mai, von Waldorf aus auf den Weg gemacht haben. Wenn Regen ein Zeichen des Segens ist, dann hat der Himmel gleich zu Anfang sein Füllhorn geöffnet. Doch die kühlen Temperaturen erleichterten das Laufen.

Auf Gut Capellen begrüßte uns Familie Boeselager auf dem historischem Grund der Klosterkirche zur hl. Messe, zelebriert von Pfarrer Werner Kauth. Der Pilgerchor hatte hier seinen ersten Auftritt. Im Anschluss fand die Frühstückspause statt, bevor Brudermeister Michael Braun mit der Glocke wieder zum Aufbruch läutete. Über Morenhoven (Marienlitanei) und Peppenhoven (Rosenkranz für die Krankenpflege) erreichten wir Rheinbach zur Mittagspause. An der Waldkapelle zum Namen Jesu fand eine Statio statt. Die anschließende Etappe ist dem Heiligen Geist gewidmet. In Todenfeld schließlich überraschte uns ein Graupelschauer. Den Abschluss des Tages bildete die Vesper in der Kirche von Hilberath mit der ältesten Orgel des Rheinlandes. Die Busse brachten uns zurück nach Waldorf

Der zweite Tag, Freitag, 15. Mai, begann auf der Quiddelbacher Höhe. An der „Pief“ erlebten die 6 Erstpilger das jährliche Wunder. In Müllenbach hielten wir Rast, bevor auf dem Weg nach Zermüllen die Fürbitten aus der Arbeitswelt im Mittelpunkt standen. In Kelberg ehrten wir in der hl. Messe die Erstpilger und Jubilare. Ein besonderes Jubiläum war dabei: Ehrenbrudermeister Gerhard-Josef Brühl wurde für die 50. Wallfahrt ausgezeichnet. Nach der Mittagspause erreichten wir das Afelskreuz, ein bedeutsames Kulturdenkmal auf römischer Wegetrasse zwischen Köln und Trier. In Darscheid bewirtete uns wieder der SV Darscheid 1950 e.V. Auf dem Weg nach Mehren galt es, den Kreuzweg Jesu zu betrachten. In Udler schließlich, den Ziel dieser Etappe, begrüßte uns Küsterin a.D. Gertrud Schäfer im „Stephansdom“ zum Abendgebet. An dieser Stelle gibt es ein besonderes Dankeschön an unsere Freundinnen und Freunde in Udler, die uns jedes Jahr so großzügig Gastfreundschaft gewähren.

Es wurde Abend und es wurde Morgen: Der dritte Tag, Samstag, 16. Mai, trockener als die Tage zuvor aber immer noch kühl. Das Holzmaar zeigte diesmal keine Nebelschwaden in der Morgensonne. Am Hörnerbaum stießen sich die Erstpilger die Hörner ab. In Hasborn fragte das Junge Team in der hl. Messe nach dem Glück. Die Pfarrgemeinde von Hasborn lud zur Frühstückspause Von dort ging es weiter nach Wittlich zur Mittagspause. Danach trafen wir uns am Klausener Weg, an der Schutzhütte oberhalb von Wittlich zur letzten Etappe. Dieser Abschnitt ist traditionell der Gottesmutter Maria gewidmet. In der Gnadenkapelle von Klausen ehrten wir sie in ihrem Bild. Anschließend gab es erstmals seit vielen Jahren wieder ein Gruppenfoto, diesmal auf der Treppe vor der Wallfahrtskirche. Die Busse brachten uns in die Quartiere.

Schließlich am Sonntag, 17. Mai, starteten wir in Ruwer an der Mosel. Die Kölner Heiligenlitanei begleitete uns bis zum Hotel am Moselufer. Auf dem Uferweg, auf dem uns das Sonntagstreiben einer Großstadt begegnete, sangen wir die Matthias-Litanei und beteten den Matthias-Rosenkranz. An der letzten Moselbrücke von Trier führt der Weg hinauf und wir sehen zum ersten Mal die Basilika St. Matthias. Die Fahrpilgerinnen und -pilger aus Waldorf und viele andere Menschen begrüßten uns auf dem Innenhof von St. Matthias. Am Grab des Apostels feierten wir die hl. Messe. Nach dem Mittagessen trafen wir uns noch einmal in der Basilika zur Marienandacht, bevor uns die Busse zurück nach Waldorf brachten.

Vier Tage waren wir unterwegs, haben alte Begegnungen erneuert und neue Begegnungen ermöglicht, mit Gott und den Menschen, haben neue Erfahrungen gemacht, und dürfen nun gestärkt mit dieser Freude wieder in den Alltag gehen.

Viele Hände waren beteiligt, um diese Wallfahrt möglich zu machen, im Organisationsteam, im Vorbeterteam, im Vorstand, die vielen großen und kleinen Dienste vom Kommunionhelfer bis zum Notfahrrad, vor allem aber die Füße und Stimmen der Pilgerinnen und Pilger, ihr Beten und Singen.

Die Fotos zur Wallfahrt sind unter Galerien zu finden.

Die Fürbitten der hl. Messen zur Wallfahrt sind hier zu finden.

Die Ansprache „Was bedeutet Glück“ zur hl. Messe in Hasborn ist hier zu finden.

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